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Editorial: Sehtest und Zündholz Erkenntnis beim Sehtest. Wie gut auch immer man die Buchstaben unseres neuen Logos lesen oder, noch mehr, zu einem Sinn zusammenfügen kann – wir bekennen uns zu Schwellen. Corporate Identities erschließen sich nicht nur aus dem Außen-Auftritt, wie manche vermeintlich meinen, sondern aus dem, was tatsächlich ist. Und so laden wir Sie zu Beginn ein, näher zu treten, wenn Sie mehr sehen wollen, oder aber es bei den „großen Lettern“ zu belassen. Oder sie entscheiden sich für Dioptrienanpassungen – und nichts anderes machen wir, wenn wir hier Kunst sicht- und hörbar machen bei uns. Kunst kann so einleuchtend sein, dass sie Konsequenzen hat. Notfalls ein Feuer entfacht. Nun ist es wahrlich nicht einfach, zu Beginn einer neuen Raumära eine symbolische Geste zu setzen, die zugleich Freude, Aufbruchstimmung, Dankbarkeit, überstandene Erschöpfung, leicht zugeschüttete Gräben der Demütigung und des Zorns und auch noch so etwas wie die Vision einer zukünftigen Programmlinie in einem verbinden soll. Noch dazu, wo uns nicht nur der Außenblick unterschiedlich bewerten mag, sondern wo wir uns auch selbst recht vielfältig sehen: als Mehrspartenhaus für zeitgenössische Kunst mit einem differenziert ausgeprägten Publikum, das derzeit zwischen 1923 und 2006 geboren worden ist. Als Haus für Gegenwartskultur und Religion sehen wir uns verschiedener Wahrnehmung gegenüber: Den einen sind die Schwellen zu hoch, den anderen zu antiquiert, den dritten zu unprägnant, und für manche sind sie überhaupt unsichtbar (- zu niedrig wäre eigentlich gelogen). Als Vorsichtstruppe loten wir Nähe und Ferne zu Institutionen ständig aus. Denn auf dem Strich des Marketings, der Programmkunst und der Quote verkauft haben wir uns eigentlich noch nie, das kann ich wenigstens für mein Dezennium behaupten. Das sind, wenn es sich schon geziemt, am Beginn einer neuen Raumära über sich selbst nachzudenken, so etwas wie Schwellenkriterien: Qualität, Zeitgenossenschaft, Wissen, warum man etwas tut und – ein schönes Wörtchen – Schleimresistenz. In Zeiten wie diesen macht eine Fusion dieser „Leistungsvereinbarung“ zugegeben manchmal ein bisschen einsam. Es ist zwar viel da bei uns, aber dennoch wäre viel mehr noch zu tun. Mehr Geist herauszufiltern aus dem großen Übersättigungsgeschäft der Kulturangebote, den Horizontblick nicht zu verlieren, in dem Wissen, dass die Sonne untergehen wird (– und wieder auf-), den Himmel zu benennen, wo man einen vermuten möchte. Schließlich sind wir in einem Bauwerk, das über 400 Jahre von einer Figur geprägt wurde, die jenseits von herkömmlicher Macht, Geldgier und praller Weltlichkeit ihre Leuchtkraft entfaltet hat. Ein bisschen kratzen wäre also gut. Wenn daraus ein Feuerchen entsteht… abseits der Lächelfotos, der Öffentlichkeitsstrategien und des Glaubens, dass man damit schon den Inhalt trifft. Schritt für Schritt also, schlage ich vor: Wie kommen wir dazu, fragen Sie vielleicht weiter, den Auftakt für unser neues Kulturzentrum bei den Minoriten mit einem Zündholz zu hinterlegen? Die erste schlichte Antwort ist der rote Punkt. So etwas wie getrocknete Phosphormischung. Ein bisschen Wärme am Ende dieses schneeweißen Winters ist schon gut. Ein bisschen Licht in geschlossenen Klostermauern ebenso – wenngleich die Brandschutzmaßnahmen in diesem Umbau die teuersten gewesen sind! Aber unsere Schlichtheit der Antwort geht noch weiter: Es ist das Holz! Das werden Sie verstehen, wenn wir Sie spätestens am Eröffnungswochenende bei uns begrüßen dürfen. Die Intention des Architekten liegt mit der faktischen Rezeption oft nicht auf einer Ebene. Im neuen Kulturzentrum potenzieren sich beide Seiten. Die Zustimmungsäußerungen, das haben wir in den letzten Wochen bereits erleben können, liegen in einem emotionalen Ja. Was ist es, das aus der einstigen Drückestimmung ein Gefühl der Wärme entstehen ließ? Architektur, die in historischen Kontexten agiert, halte ich dann für gelungen, wenn sie sensibel eine verschüttete Botschaft des Bauwerks den zeitgenössischen Nutzern wieder plausibel zurückzugeben vermag, ohne die Keule der Restauration zu schwingen. (Was früher falsch lief, habe ich in der letzten Programmzeitung beschrieben.) Die „edle Einfalt“, die das Architekturbüro mohr steger architektur (Wien) den neuen Räumen des Kulturzentrums bei den Minoriten zurückgegeben hat, hat freilich nichts von der Winckelmann’schen Pathetik eines Laokoon, sondern von der Schlichtheit von Klosterzellen. Die Würze von guter (Kloster-)Architektur in archaisch anmutenden Gebäuden liegt ja schließlich darin, in der Schlichtheit zu punkten und das Detail durchaus im Extremen auszukosten: Beim Benennen dieser Punkte läuft mir das Wasser im Mund zusammen: Die Verbindungen der geölten Massivholzbretter der Regale – schwalbenschwanzverzinkt! Die Schiebetürenbretter zwischen den kleinen Zellen – nur von Gratleisten gerahmt. Die neu eingezogenen Zwischenwände, die der Proportionslosigkeit des alten Ausstellungsraumes ein Ende setzen – lehmputzverkleidet. Wie sagte neulich eine Besucherin? Eure Wände sind wie Samt! Ziel des Architekten war es also, eine der Gesamthülle des Hauses als historischem Klostergebäude entsprechende Raumstruktur zurückzugeben - mit möglichst archaischen und einfachen Mitteln. Eine neue Gangflucht im Westtrakt des I. Stocks (früher: Büroräume!) macht nun die optische Verbindung mit dem Kreuzgang wieder möglich und gibt auch den Eingang frei in die „Zellen“ der Kunst und der Programmarbeit. Diese wurden im Haupttrakt geschaffen, wo die inhaltliche und organisatorische Arbeit vonstatten gehen wird, wo wir mit Künstlerinnen und Künstlern Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Performances, Vorträge konzipieren werden. Nicht abgeschlossen in einem „Verwaltungstrakt“, sondern im Ineinander von Büros und Ausstellungsräumen. Optisch eindrucksvoll gelungen ist der Kontrast von altem Mauerwerk und den mit Lehmputz versehenen neuen Zwischenwänden, die so gehalten sind, dass sie Raumblicke durch die ganze Flucht des Klostertraktes möglich machen. Durch den zusätzlichen Kontrast der Möbel und Türen aus Weißtanne wird die archaische und zugleich zeitgenössische Formensprache des neuen Kulturzentrums evident. Die Flucht der Durchblicke mündet schließlich in dem einzig hohen Raum, der auch für Lesungen, Vorträge, Theater für das Junge Publikum genützt werden wird. Das ehemalige Oratorium (hinter dem Hochaltar der Mariahilferkirche) atmet in seiner Raumhöhe. Wir nennen diesen Raum jetzt einfach und neutral den Cubus. Neue, zusätzliche Ausstellungsräume im Südtrakt (früher: Wohnung) arbeiten mit dem Charme des Alten, seiner schiefen Wände und dicken Mauern und dem Kontrast zum neuen Parkettboden aus Weißtanne. Verbunden werden die beiden Trakte mit einem schmalen Lichtband an der Decke. Das also ist der Kern des neuen Kulturzentrums bei den Minoriten. Dann wäre noch ein Zwischenstock unter den Gängen zu erwähnen, nur 1,60 m hoch (eher für „minoriten“-sisters than for brothers?) – wo sich unser „Gedächtnis“ der letzten 4 Jahrzehnte angesiedelt hat, Archive, Bücher, Lager, Werkstatt, ganz so, wie man sich Geheimgänge in einem alten Kloster vorstellt… Ein paar Jährchen hängen wir mit dem Kulturzentrum bei den Minoriten also noch an. Nachdem es schon so ausgesehen hat, als würden wir ein „Kaiser ohne Reich“ bald sein: Für acht Jahre hat die Diözese den Mietvertrag mit dem Minoritenorden für das Kulturzentrum bei den Minoriten unterschrieben, mit Option für weitere acht Jahre der Verlängerung. „Acht“ kann in der Zeitrechnung der Kirche eine ganze Ewigkeit sein. Die Minoritensäle stehen weiterhin nicht nur für uns, sondern auch für andere Kulturveranstalter im Mietverhältnis offen. Mit relativ wenig Scherben sei diese Vertragsveränderung über die Bühne gegangen, meinte der Wirtschaftsdirektor neulich erfahrungssatt. Wir hoffen auf gute Nachbarschaft! Schon der Auftakt ist dafür ein schönes Zeichen, weil wir da schon zu Gast sein dürfen in einem Raum, der gar nicht zum Kulturzentrum gehört: Das ehemalige Winterrefektorium und frühere Schau-sammlung des Diözesanmuseums, das wieder an den Orden zurückgegangen ist, heißt jetzt Franziskussaal: Schon bei der Übergabe der neuen Räume mit unserem Bischof sind wir auf die Gastfreundschaft der Minoriten angewiesen – ein großer Dank vorweg! Ein gebührender Dank gilt jedenfalls den Verantwortlichen der Diözese, namentlich Bischofsvikar Rodler und dem Wirtschaftsdirektor Beiglböck (auch für ihre Arbeit bei den Vertragsverhandlungen), dem Bürgermeister Nagl und den Landeshauptleuten Voves und seinem Stellvertreter Schützenhöfer für die finanzielle Unterstützung dieses Umbaus! Hier wurde mit ganz wenig Geld nur das Nötigste, aber etwas wirklich Schönes gemacht – durch die fachkundige Art des jungen Architekten Steger und die Erfahrung der den Bau begleitenden Baumeisterin Bachinger, sowie der vielen engagierten Firmen von Vorarlberg (Möbel) bis Riegersburg (Lehmputz). (Dieses Know How ‑ „günstig, aber schön“ ‑ könnte ich eigentlich im Beratersegment verkaufen…) Es legt sich nahe, dass wir – nachdem wir Josef Fink mit der viel besuchten Ausstellung und dem umfangreichen Buch zum Abschied der alten Räume gewürdigt haben – mit dieser neuen Ära auch einen entsprechenden Auftakt gestalten. Das Motiv, das die Eröffnungsveranstaltungen begleiteten wird, ist der “Anfang“. Wir beginnen am 5./6./7. März mit der mythischen Anfangsfigur des PROMETHEUS, der – aus Menschenliebe oder was auch immer – den Menschen das Feuer, mithin also die Kultur (zurück)brachte. Oder brachte er damit den A-Theismus? Ist er ein Symbol für pure Emanzipation? Frage für heute: Wann muss man den Göttern mit List ihre Kenntnisse stehlen? „Bin gleich wieder zurück – Gott“, lautet eine Notiz in einer der Ausstellungszellen von Werner Reiterer. Daneben liegt ein Handy, welches läutet, sobald man näher tritt. Wer ruft an? Etwa Gott von seinem Zweithandy, um dem Nähertretenden noch kurz etwas mitzuteilen? Wer wird angerufen? Gott, der gerade weggegangen ist? Die Sache mit den Unsterblichen ist nicht so einfach, darüber hilft auch Ironie oder Bestreitung nicht hinweg: Prometheus erleidet seine Strafe am Kaukasusfelsen letztlich ewig, weil er nicht sterben kann. Petra Sterry wird in ihrem Hörraum im Cubus die wahnwitzige Kulturleistung der Lebensverlängerungsmotoren mit „Premotors goes Prometheus“ beklemmend vorexerzieren. Rund 15 KünstlerInnen aus der internationalen, der österreichischen und der Szene vor Ort beteiligen sich an der Erstbespielung der neuen Ausstellungsräume. Der Wertschätzung unserer Programmarbeit und unserem Team gegenüber ist es zu verdanken, dass der Götterhimmel der zeitgenössischen Musik und der Literatur sich am 2. Abend unseres Eröffnungswochenendes mit zwei Uraufführungen (und Kompositionsaufträgen) sowie mit der Lesung eines für diesen Abend geschriebenen Textes öffnet. Beat Furrer, Peter Ablinger und Raoul Schrott bilden ein Sternbild für das Konzert und die Lesung am 6. März. Marta Ladjánszki wird am dritten Tag unseres Eröffnungswochenendes mit einer Raumerkundungsperformance die neuen Räume mit der Kraft der Bewegung und des Körpers ausloten. Anfänge, so unser erster Satz für die Einladung in die neuen Räume, wollen bewältigt werden. Leitsprüche, Mottos, Ziele, Identitätsbekundung – all das ist natürlich notwendig. Bewältigung aber steht über jenen. Wir beginnen also mit der ältesten Form der Bewältigung – mit dem Mythos. Das ist der Auftakt unseres Eröffnungsprogramms. Nach Ostern geht es mit den Wissenschaftsgesprächen weiter, die die Welt auf der Erbse befragen. Wie aus dem Unbehagen in so vielen Gesellschaftssegmenten ein Blick auf das Wesentliche gelingen kann. Und im Mai/Juni fahren wir mit einem verfemten (weil missbrauchten), aber nicht minder existenziellen Thema des Anfangs fort: “mutter unser“ beleuchtet in der nächsten großen Ausstellung Mutterbilder in der Gegenwartskunst, verbunden mit einem passablen literarischen Auftakt aus alten und ziemlich neuen Texten. Und parallel läuft, so wie bisher, das in feine Nuancen durchdeklinierte Kunstprogramm des Kulturzentrums bei den Minoriten - das auch in Zukunft das Zentrum für zeitgenössische Kunst, Gegenwartskultur und Religion mit einer unaufgeregten Leuchtkraft weit über diese Stadt hinaus bilden wird – gerade jetzt, wo unsere Kernzellen atmosphärisch buchstäblich leuchten. Manches werden wir konzentrieren, schlanker machen, anderes dafür intensivieren und uns diesem näher widmen. Ein sichtbares Zeichen dafür ist unsere neu gestaltete (von Barbara Rauchenberger gründlich umkonzipierte und von cubaliebtdich umgesetzte) Programmzeitung, die Schwerpunkte unseres Denkens und Gestaltens deutlich gewichtet. Der Anfang in diesen neuen Räumen ist für mich ein Anlass, vom Wettlauf der Veranstaltungen im Kulturbetrieb wegzukommen hin zu einer Konzentration an Qualität und Dichte. Darüber freue ich mich, gemeinsam mit meinem Team, und natürlich mit Ihnen, die dieser Arbeit verbunden sind, durch leibhaftige oder auch andere Form von Präsenz. Wann auch immer wir Sie begrüßen dürfen, bei unserem Auftaktwochenende vom 5.-7. März, bei der Ausstellung bis zum 25. April, beim Konzert „Stimme allein“ am 11. März, beim traditionellen Lesefest am 14. März, bei der Frühlingsvorlesung mit Thomas Macho über „Das Leben ist ungerecht“ in den ersten Kartagen (vom 29.-31. März), oder was auch immer Sie in dieser Programmzeitung in den nächsten Wochen bis Ostern für Sie entdecken werden: Ich bitte um Ihre Unterstützung auch in Zukunft – vielleicht überlegen Sie den Erwerb einer Jahreskarte (Info hinten) - und danke für Ihr Wohlwollen uns gegenüber. Johannes Rauchenberger
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Nachlese zur Eröffnung: Rede an die Kunstschaffenden von Bischof Dr. Egon Kapellar zum Nachlesen >>
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Eintritt: 3,-/2,- |
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Reaktion PROMETHEUS
Kuratoren: Johannes Rauchenberger/Roman Grabner |
Künstlerinnen und
Künstler setzen in dieser ersten Ausstellung in den neuen Räumen des Kulturzentrums bei den Minoriten
aus dem Zeichenrepertoire ihres Kunstschaffens, (einige Arbeiten
entstanden auch neu) ein Verhältnis zur Projektion „Prometheus“: Es
entsteht ein Versuchslabor, das Reaktionen freilegt, die durch das
Abarbeiten an einem Leitmotiv entstehen. "Prometheus" ist Symbol des
"Vorausdenkens," des Feuerbringers, der Emanzipation, des Listigen, des Zerrissenen und auch des Bestraften. Ist er eine Leitfigur
für das Vermächtnis der Kunst? Eine Figur für den Anfang? Aber immer
wieder bleibt das schwelende Motiv der Strafe des Zeus an Prometheus
aufrecht: Hat dieser den Menschen doch etwas gebracht, was er hätte besser
bleiben lassen sollen? |
Mehr Info >> |
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Natascha Gundacker &
Joachim Berger Eine humorvolle Geschichte von Individualität und Idylle. Inszeniert mit Figuren, Objekten aus dem Alltag, Rindenholz und Holzinstrumenten! |
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm… Zwei WALDarbeiter bei der Jause. Ein Apfelbutz bleibt liegen…eWALD ein junger ApfelBAUM, will noch keine Wurzeln schlagen. Viel eher PurzelBÄUME, danach stünde ihm der Sinn! „Na geh´!“ ruft er in den WALD hinein (und bekanntlich schallt´s genauso heraus, wie man hineinruft) „Geh´!“ ruft also der WALD… und der eWALD geht los…In der BAUMschule begegnet er WALDemar und WALDtraud, stolpert über Hofrat Morsch und tanzt einen „WALDtzer“. Ja, wer die Seele BAUMeln lässt, findet seinen Platz! Und eWALD bleibt wie angewurzelt stehen… |
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DO 11. März 10, 20.00 Uhr |
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STIMME ALLEIN: |
Der renommierte Sänger und (unter anderem) „Spezialist“ für zeitgenössische Vokalliteratur Frank Wörner stellt für das Konzert in Graz ein exquisites Programm ausschließlich mit Solostücken(!) zusammen. Aperghis’ selten aufgeführte, beeindruckende „Jactations“ werden ebenso zu hören sein wie Werke von Berio, Billone Furrer und eine Uraufführung eines neuen Werkes einem/einer ausgewählten AbsolventIn der Kunstuniversität Graz. |
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Lesefest NEUE TEXTE 2010 |
Es zählt zu den wichtigsten Literaturveranstaltungen in Graz, das Lesefest NEUE TEXTE, welches auch heuer wieder einen Überblick über literarische Neuerscheinungen und Positionierungen junger sowie arrivierter AutorInnen und Autoren bietet. Was 2003 als Protestveranstaltung begann, ist 2010 etabliert - und spannend geblieben. Dafür sorgen auch in diesem Jahr die Texte: lyrische, erzählende, dramatische Sequenzen in unterschiedlichsten Stillagen und auf unterschiedlichen Niveaus. Dafür sorgen die Einführungen aus oft erfrischend schrägen Perspektiven. Dafür sorgen Sie mit ihrem Interesse, ihrer Lust auf Literatur.
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MO 15. März 10, 19.30 Uhr |
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IM BRENNPUNKT EUROPA:
Vortrag von
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Kontroversen um
Migration und Integration haben sich als Themen der politischen
Tagesordnung und von Wahlkampagnen in ganz Europa etabliert. Sabine
Strasser beschäftigt sich im Gegensatz zu vielen dieser Beiträge nicht nur
mit Spannungen um Zuwanderung, sondern auch mit innovativen und kreativen
Potentialen von Menschen mit transnationalen Erfahrungen. Ausgehend von
biographischen Erzählungen politischer AkteurInnen aus der Türkei in
Österreich werden vielfältige Zugehörigkeiten, transversale Netzwerke und
politische Praktiken nachgezeichnet.
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MINORITENPoetrySlam
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Poetry Slam ist der moderne
Dichterwettstreit oder eine Literatursportveranstaltung, seine Definition
pendelt sich ein zwischen Lesung, Performance und Popkultur. |
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LITERATUR
OST><WEST
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Die Literaturreihe OST WEST ermöglicht poetische Begegnungen, deren Stärke in der Verdoppelung des literarischen Blicks liegt. So werden diesmal Laurynas Katkus und Christoph Szalay die Bilder ihrer Jugend übereinander legen und sich zwischen sowjetischer Panzerparade und winterlichem Neubaugebiet, zwischen Cartoondialogen und Popmusik auf autobiographische Spurensuche begeben. Geographisch wie historisch wird ein weiter Bogen gespannt, der zu einer poetischen Entdeckungsreise durch Landschaften irgendwo zwischen weißrussischer Grenze und westlich-kosmopolitischem Neubeginn aufbricht. |
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FRÜHLINGSVORLESUNG 2010 |
29./30./31. März 10, jeweils 19.00 Uhr |
EINTRITT: 11,-/7,- |
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Vortrag von
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Krankheiten, Behinderungen, Lebenszeiten und Todesarten stellen die sozialpolitischen Ideale der Gerechtigkeit in Frage. Was nützen Arbeitszeit- und Steuerausgleichszahlungen, Kindergeld und Renten, Versicherungen und Bausparkredite, wenn manche Menschen schon als Kinder sterben, andere dagegen ein Jahrhundert – womöglich in Glück und Reichtum – erleben dürfen? Wird die mögliche Solidarität der Sterblichen, existentielles Fundament der Demokratie seit der griechischen Antike, nicht durchkreuzt von Differenzen, wie sie Elias Canetti in seinem beklemmend aktuellen Gedankenexperiment über Die Befristeten zur Darstellung brachte? Welche Antworten haben die Religionen und Weisheitslehren der Frage nach dem Widerspruch zwischen Sterblichkeit und Gerechtigkeit erteilt? Und welche Antworten geben wir uns heute? Eine Veranstaltung der Akademie Graz in Kooperation mit Kulturzentrum bei den Minoriten, DIE PRESSE und Residenzverlag. |
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MO 26. April 10, 19.30 Uhr |
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IM BRENNPUNKT EUROPA:
Vortrag von
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„Kopftuchstreit“,
„Zwangsheirat“, „Kreationismus“, „Minarettverbot“ – der „Kampf der
Kulturen“ hat Europa längst schon erreicht. Bislang, so scheint es, sind
die europäischen Gesellschaften allerdings damit überfordert, den neuen
Herausforderungen produktiv zu begegnen. Während die einen von einer
„multikulturellen Gesellschaft“ träumen, in der sich alle Probleme wie von
Zauberhand in Wohlgefallen auflösen, setzen die anderen auf eine „Null-Toleranz“-Politik,
mit der sie hoffen, die „christliche Festung Europa“ gegen den Islam –
letztlich aber auch gegen den modernen Säkularismus! – zu verteidigen.
Michael Schmidt-Salomon hält beide Strategien für verfehlt.
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BABAR, DER KLEINE ELEFANT Eine entzückende Geschichte vom kleinen Elefanten Babar für Kinder ab 6!
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Babar, der bei den Menschen aufgewachsen ist, will einer Herde Elefanten eine wirkliche Heimat schaffen, eine Elefantenstadt mitten im (Minoritensaal) Urwald. Zu hören gibt es Francis Poulenc musikalische Geschichte von Babar sowie Werke von Erik Satie.
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